Mandarinenente

Steckbrief
Verbreitungsgebiet: 
Nordostchina, Amurgebiet und Japan; in ganz Europa eingebürgert
Lebensraum: 
Waldgesäumte Binnengewässer, nährstoffarme Teiche und Seen, auch Gebirgsseen in Nadelwäldern
Nahrung: 
Insekten und Schnecken, Wasserpflanzen wie auch Sämereien
Größe: 
43 bis 46 cm; Männchen bis 700 g, Weibchen ungefähr 600 g schwer
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Ordnung: Anseriformes (Gänsevögel)
Familie: Anatinae (Entenvögel)
Gattung und Art: Aix galericulata


Die farbenprächtigste Ente der Welt
Für viele Liebhaber gilt die männliche Mandarinente als die schönste Ente der Welt. Tatsächlich sind Färbung und Musterung des Mandarinerpels außergewöhnlich vielfältig. Übrigens verdankt die Mandarinente ihren Namen auch dem prächtigen Federkleid: Ihr Gefieder erinnert nämlich an die ebenfalls reich verzierte traditionelle Kleidung der hohen chinesischen Staatsbeamten, der Mandarine.
In China galt die Mandarinente als Symbol der Treue, und an traditionellen chinesischen Hochzeiten wurde dem Brautpaar oft ein zahmes Mandarinentenpaar als Zeichen der ehelichen Treue geschenkt.

Die Mandarinente gehört zu den Glanzenten. Wie bereits erwähnt ist der Erpel auffällig bunt und mit kontrastreicher Kopffärbung.Backenbart", einen grossen weissen Überaugenstreifen und auffallend grosse orangefarbene Flügelfedern, die „segelartig“ aufgestellt sind. Der Schnabel ist rot, die Beine sind gelb. Zudem wirkt der Kopf des Erpels übermäßig gross.
Er besitzt einen metallisch grünen Schopf, eine lange Nackenhaube, einen kastanienbraunen “

Das Weibchen ist unscheinbarer gefärbt mit graubrauner Oberseite, hell marmorierter Unterseite, strichförmig vom Auge zum Nacken ziehenden weissen Streifen und grauen Schnabel. Der Schnabel ist matt karminrot.
Der Erpel trägt sein Prachtgefieder allerdings nur während der Paarungs- und Brutzeit. Gegen Herbst mausert er sich und sieht dann bis zur nächsten Paarungsperiode dem Weibchen sehr ähnlich.
Mandarinenten leben monogam und sind ein Leben lang zusammen. Die Brutzeit beginnt Ende April und dauert bis Anfang Mai. Als Nest dienen ihnen meist verlassene Spechthöhlen und hohle Stammteile der Bäume, die sich nicht selten in bis zu 15m Höhe befinden können! Das Gelege, welches alleine vom Weibchen während durchschnittlich 30 Tagen bebrütet wird, besteht aus sieben bis zwölf Eier.

Die in der Natur lebenden Mandarinenten sind sehr scheu und halten sich vorwiegend in der dichten Ufervegetation von Flüssen und Seen versteckt auf.