Maori-Ente

Steckbrief
Verbreitungsgebiet: 
Verbreitung: ausschliesslich auf Neuseeland
Lebensraum: 
Klare, offene, tiefe Seen und Stauanlagen in den Berg- und Weideregionen bis in über 1000 m Höhe, bevorzugt jene mit reichem Vorkommen an Kleinlebewesen
Nahrung: 
Wirbellose Tiere, wie Wasserinsekten, Krebstiere und mit deutlicher Bevorzugung von Weichtiere. Daneben fressen sie wie die meisten Tauchenten auch Pflanzenteile
Größe: 
40 – 46 cm; Erpel 630 – 760g, Ø 695g, Ente 545 - 690g, Ø 610g
Maori-Ente

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Gattung: Aythya
Art: Maori-Ente / Neuseeland-Tauchente (Aythaya novaeseelandiae)

Männchen und Weibchen sind bei der Maori-Ente durch den Geschlechtsdimorphismus recht gut zu unterscheiden. Der Erpel ist etwas schwerer und grösser als die Ente. Das Gefieder des Erpels ist völlig schwarz und glänzt am Kopf grün. Sein Schnabel ist hellblau mit schwarzem Nagel, seine Augen beziehungsweise seine Iris ist gelb. Die Ente hingegen ist durchweg schwarzbraun. Der Zügel oder das gesamtes Schabelbasis-Gefieder ist schmal hellbraun bis rahmweiss, der Bauch leicht aufgehellt. Der Schnabel und die Füsse sind dunkelgrau. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal ist die olivbraune Irisfarbe. Beide Geschlechter haben ein helles Band auf den Schwingen.

Brutbiologie:
Nichtbrüter bilden unabhängig von den Jahreszeiten eng zusammenhaltende Schwärme auf grösseren Seen. Erst zwischen Oktober und November beginnt im Verbreitungsgebiet die Brutsaison. Die Nester werden im Ried oder auf Nasswiesen nahe dem Wasser, mancherorts auch in lockeren Kolonien, errichtet. Die Gelege bestehen aus 4 – 8 grossen (Ø 64.4 x 42,2mm), dunkel cremfarbenen Eiern und werden von der Ente während 28 – 30 Tagen bebrütet. Der Erpel verweilt während der gesamten Brutdauer im Nestrevier und beteiligt sich später an der Kückenführung. Die Art gilt als friedlich und ist selbst während der Brutzeit nicht aggressiv. Neuseeland-Tauchenten leben in Saisonehen. Bei Gehegehaltung in Europa erfolgt die Eiablage ab Mitte bis Ende Mai, unter Stauden, in der Ufervegetation oder in bereitgestellten Nistkästen.

Status / Populationsgrösse:
Die Neuseeland-Tauchente war etwas bis zur Jahrhundertwende allgemein verbreitet und in geeigneten Biotopen recht häufig. Infolge starker Bejagung nahm ihre Bestand ab, 1934 wurde sie von der Liste jagdbarer Vögel gestrichen. Heute ist die Art vielerorts wieder allgemein verbreitet. Auf den Stauseen der Weidegebiete erhielt sie neue Lebensräume, was zur Bestandsanhebung beitrug. Dennoch halten Habitatsverlust und andere anthropogene Einwirkungen den Gesamtbestand bedrohlich klein, der heute auf unter 10 0000 geschätzt wird. Gezüchtete, ausgewilderte Tiere führten u.a. im Südostteil der Nordinsel seit 1970 zu sich selbst reproduzierenden Kleinpopulationen (Reid & Roderick 1973).

Literatur / Quellen:
Die Entenvögel der Welt, Hartmut Kolbe, Ulmer Verlag, 1999